LAG Shalom in der Linken Bremen gegründet
Am 29. Juni 2026 hat sich auch in Bremen eine Landesarbeitsgemeinschaft Shalom als Zusammenschluss von Mitgliedern der Partei Die Linke, die sich für den Schutz jüdischen Lebens und gegen Antisemitismus und Antizionismus einsetzen, gegründet und fünf Sprecher:innen gewählt.
Aktuelle Anlässe gibt es mehr als genug. Der jüngste Bundesparteitag der Linken war in den deutschen Medien vor allem mit dieser Meldung präsent: Die Linke bezeichnet die israelische Kriegführung im Gaza-Streifen offiziell als Völkermord – und ein Teil des Parteitages jubelt darüber. In den Tagen davor zeigen Recherchen des Bayerischen Rundfunks: Funktionäre der Linksjugend verbreiten antisemitische Parolen. Und der kürzlich vorgestellte RIAS-Jahresbericht zeigt das Ausmaß antisemitischer Vorfälle in Deutschland, welche auch im zweiten Jahr nach dem 7. Oktober 2023 auf einem sehr hohen Niveau bleiben.
Die Versammlung beschloss folgendes Selbstverständnis:
„Die Landesarbeitsgemeinschaft Shalom in und bei der Partei Die Linke Bremen (LAG Shalom) ist die Vertretung der Parteimitglieder, Gastmitglieder sowie parteilosen Sympathisant:innen der Partei Die Linke, die sich für den Schutz jüdischen Lebens, die Bekämpfung von Antisemitismus und Antizionismus, die Förderung der Erinnerungskultur sowie die Solidarität mit Israel als Schutzraum jüdischen Lebens politisch einsetzen.
Die LAG Shalom bringt sich auf allen Ebenen der Partei unmittelbar in den politischen Meinungs- und Willensbildungsprozess ein. Sie erarbeitet eigene Positionen, führt Veranstaltungen und Bildungsformate, auch zum Nahostkonflikt und zur Bedeutung des Zionismus durch, tritt innerhalb und außerhalb der Partei für Aufklärung ein und berät Mitglieder und Funktionsträger*innen der Partei zu den genannten Themenfeldern. – Wir möchten kontinuierlich wachsen, im Landesverband sichtbar sein und auf ein größeres Selbstverständnis für unsere Funktionsträger*innen hinarbeiten, sich gegen jede Form von Antisemitismus zu positionieren!“
In der Diskussion sahen die LAG-Mitglieder vor allem folgende Probleme in Teilen der aktuellen Linken:
- Die missbräuchliche Verwendung des Genozid-Begriffs: Entkontextualisierung und Instrumentalisierung zur Dämonisierung Israels.
- Antizionismus als Bezugspunkt linker Politik.
- Zu wenig Empathie für jüdisches Leben und für jüdische Geschichte – nach der Shoa und nach dem 07/10.
- Schlecht aufgearbeitete linke Geschichte: Linker Autoritarismus und linker Antisemitismus gehen Hand in Hand.
Wir fragen unsere Partei: Was geschieht nach den „Israel verrecke“-Rufen und anderen antisemitischen Äußerungen?
Kontakt:
Mail: bremen@bag-shalom.de | Instagram: https://www.instagram.com/lag.shalom.bremen | Web: https://lag-shalom-bremen.blogspot.com (siehe auch www.dielinke-bremen.de)
Sprecher:innen der LAG Shalom Bremen: Tanja, Nina, Tatjana, Stefan und Norbert
Die LAG Shalom Bremen ist Teil der Bundesarbeitsgemeinschaft Shalom in der Partei Die Linke: https://bag-shalom.de
Dabei sein, Mitmachen, Unterstützen?
Eintrittsformular der BAG Shalom: https://bag-shalom.de/mitwirkungserklaerung/
Dort dann bitte das Land Bremen auswählen sowie anklicken, dass die Erklärung auch für die Landesarbeitsgemeinschaft gelten soll.
Verantwortlicher Kontakt für diese Website:
Norbert Schepers, Mail: norbert.schepers@dielinke-bremen.de
